„Ich bin ein Mensch, der sich ein bisschen von seinen Gefühlen leiten lässt. Und mein Gefühl sagte mir einfach, das passt, das funktioniert, das wird gut gehen.“

Bernd Mann

Bernd Mann: Macher, Menschenfreund, leicht bekloppt

Ich nenne mich selbst Macher, Menschenfreund – und jetzt eben auch Autor von „schwer behindert, leicht bekloppt“.

Bernd, 46, leicht bekloppt: Warum sage ich das von mir? Weil Normalität eine Frage des Standpunkts ist. „Du bist ja verrückt!“ habe ich schon unzählige Male in meinem Leben gehört. Zuerst, als ich begann, mich etwas häufiger als „normal“ um Christian zu kümmern. Dann, als meine Mitmenschen mir ein bedrohliches Helfersyndrom attestierten. Und dann, als man mich einen hoffnungslosen Fall nannte. Verrückt? Bin ich nicht, oder vielleicht doch, wer will das schon beurteilen. Ich bin verrückt nach Lavendelhonig mit Schafskäse. Vielleicht bin ich auch leicht bekloppt. Das bin ich gern. Denn es hat Christian und mir viele unvergessliche Erlebnisse eingebracht. Nicht nur im Kadett, sondern auch unser Buch, diese Website, das ganze „schwer behindert, leicht bekloppt“-Projekt.

Ich denke unsere Einstellung zum Leben hat uns geholfen viele Hindernisse zu überwinden. Vielleicht auch mein Aufwachsen auf dem Land, wahrscheinlich ein Sammelsurium von vielen Dingen. Trotz der großen Herausforderung durch Christians Behinderung ist es uns gelungen ein halbwegs normales Leben zu führen.

Mein Wunsch wäre es so vielen Menschen wie möglich, Nichtbehinderten und Behinderten, Zuversicht und Vertrauen zu vermitteln. In die eigene Intuition, die eigenen Wünsche, in das eigene Herz, um die Dinge zu versuchen, welche einen wirklich glücklich machen.

Bernd Mann und Christian Kenk sind seit 25 Jahren befreundet. Kennengelernt haben sie sich während Bernds Zivildienst. Damals betreute er Christian in einer Klinik. Sie freundeten sich an – und sind bis heute Freunde geblieben. Das Ungewöhnliche daran: Die beiden sind nicht nur beste Freunde. Bernd pflegt Christian außerdem auch, und gemeinsam leben sie mit Bernds Familie unter einem Dach.